
Aber die Krawatte steht ihr!


Die Nachricht vom Tod Michael Jacksons bestürzt viele Menschen rund um den Globus. Familie, Freunde und Fans trauern um den „King of Pop“. Ein Blick in die Top 100 der Kategorie Musik bei Amazon erscheint da schon etwas seltsam, wenn nicht gar makaber: Von den Plätzen 1-14 sind derzeit nur Platz 8 und 13 nicht mit Titeln von Michael Jackson besetzt. Meine (wenn auch nicht allzu gewagte) Prognose: Auch in Zukunft wird man mit dem Namen „Michael Jackson“ noch gut Geld verdienen können. Seine Musik wird noch viele Menschen bewegen. Wem, wenn nicht ihm, gebührt also die Krone des „King of Pop“?
(via @netzsche)

Irgendwie ist es etwas spät zu mir durchgedrungen: „Stefan Raab gibt ARD einen Korb“ titelt zum Besipiel die Online-Ausgabe der TAZ. Ich hatte ja gedacht, dass Raab die Herausforderung annimmt, da hab ich seinen Ehrgeiz wohl überschätzt! Interessant fand ich die Frage die Autor Steffen Grimberg ganz am Ende seines Artikels aufwirft: „Ob der Grand Prix aus deutscher Sicht allerdings zu retten ist – beziehungsweise überhaupt gerettet werden sollte, bleibt eine ganz andere Frage.“
Meinetwegen sollen sie doch mit dem Eurovision Song Contest machen was sie wollen, ich kann auch gut und gerne ohne leben. Am besten wir schicken auch niemanden mehr hin, das wäre dann auch weniger peinlich für uns.
Das Thema „Retten“ scheint aber allgemein Hochkonjunktur zu haben. Alles soll gerettet werden: Banken, Welterbe, Klima, Opel, … – die Apokalypse scheint greifbar zu sein – und jetzt auch noch der Grand Prix? Da muss man schließlich Prioritäten setzten.

Nach der erneuten peinlichen Niederlage Deutschlands beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Moskau denken die Öffentlich-rechtlichen darüber nach, Pro Sieben mit ins Boot zu holen. Wenn das mal nicht nach Stefan Raab riecht! Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen – Stefan Raab könnte zukünftig mit seinem „Bundesvision Song Contest“ die Vorauswahl in Deutschland für den Eurovision Song Contest durchführen! Ein Sendeformat, was ursprünglich als Parodie auf das Öffentlich-rechtliche Gegenstück gedacht war, soll jetzt also den Karren wieder aus dem Dreck ziehen und Deutschland endlich wieder einen Erfolg beim Eurovision Song Contest bescheren. Für Stefan Raab eigentlich die größtmögliche Anerkennung und für mich auch ein Zeichen dafür, dass jetzt auch die Letzten erkennen, dass Stefan Raab – unabhängig davon, ob man seine Shows jetzt gut oder schlecht finden mag – einfach das Maß aller Dinge in Sachen deutsche TV-Shows ist. Sportevents (Turmspringen, Wok-WM), Spielshow (Schlag den Raab, Schlag den Star), Castigshows (in denen es auch wirklich auf das sängerische Talent der Bewerber ankommt) und nicht zuletzt eben der Bundesvision Song Contest – Stefan Raab hat in den vergangenen Jahren mit seinen TV-Formaten viele interessante und erfolgreiche (obwohl anfangs belächelte) Shows etabliert. Da finde ich es auch nicht weiter tragisch, dass TV-Total in meinen Augen seinen Glanz schon länger verloren hat.
Stellt sich für mich nur die Frage: Wird Stefan Raab, bzw. sein Haussender Pro Sieben da überhaupt mitmachen? Ich denke, dass ihn eine solche Herausforderung viel zu sehr reizt, als das er sie ablehnen würde. Schließlich wäre das die Chance, endlich mal zu zeigen, dass er es besser kann. Jetzt einen Rückzieher zu machen wäre mehr als lächerlich. Respekt muss man aber auch den Verantwortlichen beim NDR zollen, die diesen Schritt in die richtige Richtung jetzt wagen und eine Kooperation mit Pro Sieben bzw. Stefan Raab eingehen wollen. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und wer demnach im nächsten Jahr den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest ausrichten wird. Viel schlimmer als in den letzten Jahren kann es ja kaum werden.

Aprilscherz auf FAZ.net
Ich persönlich habe schon nach dem Lesen der Überschrift mit einem Aprilscherz gerechnet. Den Artikel habe ich also gar nicht erst gelesen. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Idee sogar Anhänger finden würde. Mindestens die Bayernpartei, die ja schon seit längeren die Abspaltung Bayerns von der Bundesrepublik fordert, würde diesen Vorschlag bestimmt unterstützen.